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Arthur-Schnitzler-Archiv

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Schnitzler-Archiv

Direktoren:

Prof. Dr. Achim Aurnhammer
Prof. Dr. Dieter Martin


Kustodin:

  Susanne Neubrand


Öffnungszeiten:

mittwochs, 14:00–18:00 Uhr 
sowie nach Vereinbarung. 
(Um Anmeldung wird gebeten) 

 

Kontakt:

Albert-Ludwigs-Universität
Deutsches Seminar - Neuere Deutsche Literatur
Arthur-Schnitzler-Archiv
Platz der Universität 3
D-79085 Freiburg

Raum 3412/KG III
Tel.: 0761/203-9029 (mittwochs, 14:00–18:00 Uhr)
E-Mail: schnitzler.archiv@germanistik.uni-freiburg.de

 

Schnitzler-Archiv

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Das Schnitzler-Archiv ist ein auf den Schriftsteller, Dramatiker und Arzt Arthur Schnitzler spezialisiertes Archiv und einer der wichtigsten Verwahrungsorte seines Nachlassmaterials. Es ist dem Deutschen Seminar der Universität Freiburg angegliedert und besteht seit Mitte der 1960er Jahre.

 

Videobeitrag zu "Arthur Schnitzler: Vom Dichter der Wiener Moderne zum Weltautor" (YouTube)

 

Aktuelles

 

DFG-Forschungsprojekt: 
Max Reinhardts Regiebuch zu Arthur Schnitzlers Reigen
Digitale Präsentation mit Transkription, Übersetzung, Kommentaren und Kontexten

Hier geht es zur Projektseite 

Als Arthur Schnitzler (1862–1931) im Winter 1896/97 seine zehn Dialoge mit dem späteren Titel Reigen schrieb, wusste er um das skandalöse Potential seines Stückes. Es sei nicht nur „vollkommen undruckbar“, sondern auch für das Theater völlig ungeeignet: „Etwas Unaufführbareres hat es noch nie gegeben“ (Schnitzler an den Theaterdirektor Otto Brahm, 7. Januar 1897). Doch der Reiz des Verbotenen und Anstößigen steigerte das Interesse der Öffentlichkeit und der Theaterwelt. Der Regisseur Max Reinhardt (1873–1943) hielt die Aufführung des Reigen „künstlerisch nicht nur für opportun, sondern für unbedingt wünschenswert“ (Reinhardt an Schnitzler, 19. April 1919). Auf Anfrage Reinhardts und Anraten des Verlegers Samuel Fischer (1859–1934) gab Schnitzler den Reigen für die Bühne frei. Der Regisseur skizzierte im März 1920 Inszenierungsideen zur Gestik und Sprechweise, Bühnenelemente und -designs sowie Vorgaben zu Licht und Musik in ein gedrucktes Exemplar: das Reigen-Regiebuch.
Doch Schnitzler behielt Recht: Der Uraufführung im Kleinen Schauspielhaus Berlin (23. Dezember 1920) folgten Theaterstürme, Verbote, eine Klage wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ und ein Gerichtsprozess. Die entsprechenden Protokolle dokumentieren sowohl die damaligen sittlichen und ästhetischen Vorstellungen, als auch die immer lauter werdenden antisemitischen Anfeindungen gegen Schnitzler und die Werke jüdischer Künstler:innen – Zensurskandale, die um den Reigen noch lange Zeit auch international zu verfolgen waren. Schnitzlers zehn Dialoge wurden, allem zum Trotz, sein größter Erfolg.

Das DFG-geförderte Reigen-Projekt, das am Arthur Schnitzler-Archiv der Albert-Ludwigs-Universität im Oktober 2023 angelaufen ist, zielt darauf, das in der Max Reinhardt-Collection (Binghamton, NY) verwahrte Regiebuch als Volldigitalisat mit zweisprachiger Transkription (deutsch-englisch) zu veröffentlichen, zu kommentieren und literar- sowie theaterästhetisch auszuwerten. In Kooperation mit Partnern an der Binghamton University soll die kontextgestützte internationale Lesbarkeit eines gleichermaßen produktions- sowie rezeptionsästhetisch höchst aufschlussreichen Dokuments ermöglicht werden. Denn Reinhardts Regiebuch zum Reigen ist Kunstwerk sowie Zeitdokument zugleich.
Schnitzler behielt also auch ein zweites Mal Recht, als er Olga Waissnix am 26. Februar 1897 ankündigte, die „Scenenreihe [würde] aber, nach ein paar hundert Jahren ausgegraben, einen Theil unserer Cultur eigentümlich beleuchten“.


Projektleitung:
Prof. Dr. Dieter Martin

Mitarbeitende:
Judith Becher studierte Germanistik, Geschichte und Europäische Kunstgeschichte (Lehramt an Gymnasien) und promoviert seit 2021 zum Thema „Kunst im Werk von Arthur Schnitzler“ an der Universität Heidelberg. Sie ist Akademische Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Reigen“.
Susanne Neubrand studierte Germanistik und Anglistik (Lehramt an Gymnasien) und promoviert seit Oktober 2020 an der Universität Freiburg zum Thema „Arthur Schnitzler im Kulturtransfer mit den USA (1886–1931)“. Sie ist Kustodin des Arthur Schnitzler-Archivs und Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Reigen“.
Johannes Spreitzer studiert Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft und Philosophie im 5. Fachsemester an der Universität Freiburg und ist studentische Hilfskraft im DFG-Projekt „Reigen“.

 

Projektankündigung BingUNews

 

Vergangenes

 

Zu Arthur Schnitzlers 161. Geburtstag wurden am 15. Mai 2023 die digitalen Schnitzler-Projekte am ACDH-CH (Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage) aktualisiert und erweitert. 

Alle Projekte sind zu finden unter: https://schnitzler.acdh.oeaw.ac.at/.

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Stummfilmabende im Kommunalen Kino Freiburg: "Arthur Schnitzler, die Wiener Moderne und das Kino"

– Mi 30.03.2022 19:30 Uhr – Liebelei / Elskovsleg (Stummfilm, 1914) & Liebelei (Tonfilm, 1933) 
– Mi 06.04.2022 19:30 Uhr – Der Junge Medardus (Stummfilm, 1923)  

Die Stummfilme werden von Günter A. Buchwald am Klavier begleitet.

Tickets und weitere Informationen sind über den Spielplan auf der Homepage des Kommunalen Kinos zu finden.

Eine Kooperation des Schnitzler-Archivs mit dem Freiburger 'Kommunalen Kino im alten Wiehre Bahnhof' und einer germanistisch-medienwissenschaftlichen Studiengruppe der Universität Basel.

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Das Arthur Schnitzler-Archiv auf dem Freiburger Wissenschaftsmarkt (07. – 26. Juni 2021) 

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Unsere Bibliographie ist ab sofort unter https://schnitzler.ub.uni-freiburg.de zu erreichen.

Die Arthur Schnitzler-Bibliographie zielt darauf, die Ausgaben der Werke, Briefe, Tagebücher und anderer Schriften Arthur Schnitzlers einschließlich ihrer Übersetzungen sowie die einschlägige Forschungsliteratur möglichst umfassend zu dokumentieren und über eine Suchmaske differenziert recherchierbar zu machen.

 

Praktika

 

Das Arthur Schnitzler-Archiv Freiburg (ASAF) bietet für Studierende der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer die Möglichkeit Praktika zu absolvieren.

Praktikant:innen erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, vor allem im Tätigkeitsbereich 'Erschließung', und können Grundtechniken der wissenschaftlichen Arbeit mit Archivmaterial erlernen. Die Mitarbeit an unseren Forschungsprojekten kann zum momentanen Zeitpunkt größtenteils auch im Home-Office erledigt werden.
Das Praktikum ist unbezahlt.

Bewerbungen können gerne per Mail in einem einfachen kurzen Schreiben an uns geschickt werden. Daraus sollten der Praktikumswunsch mit dem gewünschten Zeitraum, eventuelle Interessensgebiete bzgl. Schnitzler oder des Praktikums sowie kurze Informationen zur Person und die Kontaktdaten hervorgehen.

 

Aktuelle Neuerscheinungen

 

Arthur Schnitzler: »Das Zeitlose ist von kürzester Dauer«. Interviews, Meinungen, Proteste 1891–1931. 2 Bde. Hg. von Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein Verlag 2023. (schnitzler-interviews.acdh.oeaw.ac.at/)

Martin Anton Müller, Gerd-Hermann Susen und Laura Untner (Hg.): Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. 2018–[2024]. URL: https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/.

Martin Anton Müller und Laura Untner (Hg.): Arthur Schnitzler – Chronik. Eine digitale Ressource zu den einzelnen Tagen seines Lebens. 2023. URL: https://schnitzler-chronik.acdh.oeaw.ac.at/.

Martin Anton Müller, Laura Untner, Michael Mangel und Peter Andorfer (Hg.): Clara Katharina Pollaczek: Arthur Schnitzler und ich. Digitale Ausgabe. 2023. URL: https://pollaczek.acdh.oeaw.ac.at/.

Martin Anton Müller, Peter Andorfer, Laura Puntigam und Laura Untner (Hg.): Aufenthaltsorte von Arthur Schnitzler (1879–1931). 2022. URL: https://schnitzler-orte.acdh.oeaw.ac.at/.

Martin Anton Müller und Achim Aurnhammer (Hg.): Arthur Schnitzler: Lektüren. Digitale Edition der Leseliste von Arthur Schnitzler. 2022. URL: https://schnitzler-lektueren.acdh.oeaw.ac.at/.

Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage (Hg.): Arthur Schnitzler: Tagebuch. Digitale Edition. 2018.
URL: https://schnitzler-tagebuch.acdh.oeaw.ac.at/.

Peter Andorfer, Ingo Börner und Martin Anton Müller (Hg.): Arthur Schnitzler: Archiv der Zeitungsausschnitte. 2019.
URL: https://schnitzler-zeitungen.acdh.oeaw.ac.at/.

Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage: Personen der Moderne Basis. 
URL: https://pmb.acdh.oeaw.ac.at/.

Kurt Ifkovits und Martin Anton Müller (Hg.): Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). [2018–2022]. URL: https://schnitzler-bahr.acdh.oeaw.ac.at/.

Jürgensen, Christoph, Wolfgang Lukas und Michael Scheffel (Hgg.): Schnitzler-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. 2., aktual. und erw. Ausgabe. Berlin: J.B. Metzler 2022.

 

Öffnungszeiten

 

Das Schnitzler-Archiv ist – während des Semesters sowie in der vorlesungsfreien Zeit – mittwochs von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Alternative Termine können jederzeit per E-Mail (schnitzler.archiv@germanistik.uni-freiburg.de) vereinbart werden.

Das Archiv ist allgemein zugänglich und steht der wissenschaftlichen Forschung unentgeltlich zur Verfügung. Um eine Voranmeldung an schnitzler.archiv@germanistik.uni-freiburg.de (mit einer kurzen Angabe des Forschungsvorhabens) wird gebeten.

Beachten Sie bitte auch unsere Hinweise unter dem Punkt "Service".

 


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